Tourismus beginnt immer mit einer Frage der Erreichbarkeit – und das BO Hotel Palazzo in Poreč steht am Anfang dieser Geschichte. Als das Haus 1910 unter dem Namen «Hotel Riviera in Parenzo» eröffnete, markierte es den Beginn des Tourismus an dieser Adriaküste. Dass Reisende überhaupt den Weg nach Istrien fanden, war das erklärte Ziel seiner Erbauer.

Die im italienischen Renaissance-Stil gehaltene Fassade des BO Hotel Palazzo in der Abenddämmerung.
Die im italienischen Renaissance-Stil gehaltene Fassade des BO Hotel Palazzo in der Abenddämmerung.

Die Riviera-Idee: Verkehr als Fundament

Errichtet wurde das Hotel von der 1907 gegründeten Österreichischen Riviera-Aktiengesellschaft. Deren Auftrag umfasste ausdrücklich die Förderung von Tourismus, Verkehr und Industrie in Istrien und Dalmatien. Hinter dem eleganten Haus stand also eine regelrechte Erschliessungsvision: Erst eine verlässliche Anbindung machte aus der entlegenen Küste ein Reiseziel. Das Palazzo war das sichtbare Versprechen, dass die Adria näher gerückt war.

Restaurierte Innenräume: Wiener Handwerkskunst trifft auf zeitgenössisches Design.

Istrien heute: ein gut erreichbares Ganzjahresziel

Was vor über hundert Jahren mit Bahn und Schiff begann, ist heute eine bequeme Anreise auf Strasse, Schiene und über nahe Flughäfen. Poreč liegt im Nordwesten der Halbinsel, in erster Meereslage direkt an der Adria, und ist aus dem mitteleuropäischen Raum in überschaubarer Fahrzeit zu erreichen. Das BO Hotel Palazzo nutzt diese Lage konsequent: Es ist ganzjährig geöffnet und spricht damit auch Gäste an, die ausserhalb der Hauptsaison reisen – wenn die Wege frei und die Verbindungen entspannt sind. Gerade die Entzerrung der Reiseströme über das ganze Jahr entlastet Strassen und Verkehrsknoten, die im Hochsommer an ihre Grenzen stossen, und macht den Aufenthalt planbarer.

Wir haben das Palazzo nicht einfach übernommen – wir haben Verantwortung für seine Geschichte übernommen. Jedes Jahr, in dem wir es öffnen, schreiben wir sie ein Stück weiter.

Allegra Osmani, Inhaberin

Die zentrale Lage im historischen Stadtkern hat einen handfesten Vorteil für die Mobilität vor Ort: Vieles ist zu Fuss erreichbar. Die frühchristliche Euphrasius-Basilika, UNESCO-Weltkulturerbe aus dem 6. Jahrhundert, liegt ebenso in Gehnähe wie Hafen, Gassen und Uferpromenade. Wer hier logiert, braucht für den Aufenthalt kaum ein Fahrzeug.

Zimmer und Suiten mit historischem Charakter und Blick auf die Adria.

Von der Durchreise zum Reiseziel

2002 retteten die heutigen Eigentümer das älteste Hotel der Stadt und sanierten es umfassend; heute gehört es zur BO-Hotelgruppe und wird in zweiter Generation geführt. Mit 83 Zimmern und Suiten bis zur 70 Quadratmeter grossen Presidential Suite, dazu Spa, Pool und eigener Kulinarik, ist das Haus selbst zum Ankunftsziel geworden – nicht mehr nur zur Station auf dem Weg anderswohin.

Sonnenterrasse direkt am Wasser im historischen Stadtkern von Poreč.

An klaren Tagen reicht der Blick über die Adria bis nach Venedig oder zu den Alpen und macht anschaulich, wie zentral Istrien im Kreuzungspunkt alter Reisewege liegt. Das BO Hotel Palazzo erinnert daran, dass gute Erreichbarkeit und attraktive Ziele einander bedingen – damals wie heute.

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